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Die Krabbe mit den goldenen Scheren (Tim und Struppi, Band 9), von Hergé

Die Krabbe mit den goldenen Scheren by Hergé

My rating: 2 of 5 stars


Wieder einmal bin ich mit Die Krabbe mit den goldenen Scheren bei einem der schwächeren und problematischeren Bände der Comic-Reihe gelandet: Tim ist auf der Spur einer Bande von Opium-Schmugglern und bereist zu Lande, zur See und in der Luft auch wieder – für die Entstehungszeit – “exotische” Orte wie Marokko, wo “die Wilden” geschmäht und von den französischen Kolonialherren „großmütig“ geführt werden…

Rassistische und kolonialistische Klischees gibt es hier insofern – mal wieder – zuhauf. Bis hin zum am Rande auftretenden japanischen Detektiv, der einer bewußt rassistischen Karikatur entsprungen sein könnte.

Auch hier ist Hergé Kind seiner Zeit: Sein Land, Belgien, ist zur Entstehungszeit dieses Bandes (1940) von den Deutschen besetzt und obschon Hergé nicht kollaboriert, so wird er doch zumindest beeinflußt. Ganz zu schweigen davon, daß gerade auch Belgien eine üble Kolonialgeschichte hat.

Auch ansonsten ist die Geschichte für mich von nur geringem Interesse – allerdings, und das ist der einsame Höhepunkt dieses Bandes, taucht zum ersten Mal Kapitän Haddock auf, der Tim auf vielen weiteren Abenteuern zur Seite stehen und ihm manchmal auch die Schau stehlen wird.

Zwei von fünf Sternen.


Ceterum censeo Putin esse delendam




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